diamantschliffe.JPG Erst die Kunstfertigkeit des Diamantschleifers verleiht dem härtesten Mineral der Erde seine unvergleichliche Brillanz. Bei der diffizilen Arbeit verliert der Diamant im Durchschnitt 50% seines ursprünglichen (Roh-)Gewichtes.
Der Schliff wird zum einen beurteilt nach der Anlage der Facetten, ihrer Exaktheit und symmetrischen Anordnung.

Zum anderen spielen die Proportionen des Steines, die Höhe von Ober- und Unterteil im Verhältnis zum Durchmesser sowie die Winkel der Teile zueinander eine wichtige Rolle. Nur bei Einhaltung bestimmter Toleranzen, die aufgrund wissenschaftlicher Messungen erarbeitet wurden, hat der Diamant eine optimale Brillanzwirkung, weil das von oben einfallende Licht im Stein von den Facetten gespiegelt und total nach oben reflektiert wird. Außerhalb dieser Toleranzen geht ein Teil der Lichtreflexion verloren.
Die am meisten verbreitete Schliffform ist der

  • Brillantschliff:
  • Er muss 57 Facetten haben, 32 und die „Tafel“ im Oberteil, 24 im Unterteil. Die „Kalette“ ist eine winzige Fläche auf der Spitze des Steines, wird aber nicht immer angebracht. Deshalb kann ein Brillant auch 58 Facetten haben. Wenn von einem „Brillant“ ohne weitere Beschreibung die Rede ist, ist immer und ausschließlich der Diamant in diesem Schliff gemeint.

Weitere Schliffformen:

  • „Diamant 8/8“

(vorgeschriebene Bezeichnung): Je acht Facetten in Ober- und Unterteil zuzüglich Tafel, ein vereinfachter runder Schliff, wegen der geringeren Facettenzahl ist die Brillanzwirkung schwächer. Wird als Kleindiamant verwendet, meist bis zu einem Durchmesser von ca. 1,5 mm.

Darüber hinaus gibt es die sog. „Fantasieschliffe“, wie z.B.:

  • Princessschliff
  • Tropfenschliff
  • Herzschliff
  • Baguetteschliff
  • Marquiseschliff
  • Carrée- oder Smaragdschliff.

Die Wahl der Schliffform ist eine Frage des persönlichen Geschmacks und hängt auch ab vom Design des Schmuckstücks.


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